Röwekämper präsentiert Projekt in Brüssel

Felix Röwekämper aus Ibbenbüren ist Jugend-forscht-Bundessieger 2018 in der Kategorie Arbeitswelt. (Foto: Stiftung Jugend forscht e. V.)

Zehn Preisträger der 53. Wettbewerbsrunde präsentierten am 14. Juni 2018 auf Einladung der Hessischen Europaministerin Lucia Puttrich ihre innovativen Projekte in Brüssel. An der Veranstaltung in der Vertretung des Landes Hessen bei der EU nahmen unter anderem Abgeordnete des Europaparlaments und Mitarbeiter der EU-Kommission teil. 

„Europa steht vor großen Herausforderungen. Daher müssen wir gerade jetzt junge Menschen unterstützen, die nicht nur phantastische Ideen haben, sondern diese Ideen auch in erfolgreiche Projekte umsetzen. Das hilft den jungen Menschen und das hilft der Politik, die Fachkräfte zu sichern, die wir in Deutschland und Europa so dringend benötigen“, sagte die Hessische Ministerin für Bundes- und Europangelegenheiten Lucia Puttrich. Mit der Einladung nach Brüssel wolle die Hessische Landesregierung den Nachwuchsforschern die Möglichkeit geben, sich frühzeitig mit Europa und seinen Institutionen vertraut zu machen. „Europa braucht junge Talente und außergewöhnliche Begabungen. Und es braucht die Begeisterung junger Menschen, sich für Europa zu engagieren. Dazu möchten wir mit unserer Veranstaltung in Brüssel beitragen“, so die Ministerin.

Seine Forschungsarbeit vorstellt hat unter anderem der diesjährige Bundessieger im Fachgebiet Arbeitswelt. Felix Röwekämper (21) aus Ibbenbüren suchte eine Alternative für bestehende Konzepte zur Fixierung von Werkstücken bei feststehenden Bohrmaschinen. Die Vorrichtung sollte sicher und einfach zu bedienen sein und es vor allem ermöglichen, die Werkstücke leicht und präzise auszurichten. Der Jungforscher entwickelte einen neuartigen Schraubstock mit unterhalb integriertem Befestigungsmechanismus: Ein Spannhebel kann dabei per Hebelwirkung und mit besonderen Schrauben sehr fest an den Tisch gezogen und so gut justiert werden. Spezielle Aussparungen verhindern zudem ein Mitdrehen beim Bohren.

Nach ihrer Ankunft entdeckten die Nachwuchswissenschaftler das Zentrum von Brüssel bei einer Stadtführung. Am nächsten Tag standen Gespräche mit Mitarbeitern des Europäischen Rats, der Europäischen Kommission und der Hessischen Landesvertretung auf dem Programm. Dabei erhielten die Teilnehmenden Einblicke in Aufgaben und Arbeitsweise der europäischen Institutionen sowie in die europäische Forschungspolitik. Am Freitag besuchten die jungen MINT-Talente die Forschungsstelle (JRC) der Europäischen Kommission in Geel.

„Wir freuen uns, dass talentierte Jungforscherinnen und Jungforscher nun bereits zum elften Mal die Gelegenheit erhalten, ihre innovativen Projekte in Brüssel zu präsentieren“, sagt Dr. Sven Baszio, Geschäftsführender Vorstand der Stiftung Jugend forscht e. V. „Die Reise in die europäische Hauptstadt und der Austausch mit Vertretern europäischer Institutionen ist für die jungen MINT-Talente immer wieder eine besondere Erfahrung. Bei dem Besuch in der Hessischen Landesvertretung erfahren sie auch auf internationaler Ebene Anerkennung für ihre hervorragenden Leistungen und gewinnen neue Impulse für ihre Forschungsarbeit.“ 

Text: Stiftung Jugend forscht e. V.