Jungforscher Dunschen bester Deutscher

Frederik Dunschen aus Münster überzeugte die Jury mit seinem „roflCopter“ – einer selbst entwickelten Mini-Drohne. (Foto: Stiftung Jugend forscht e. V.)

Kreis Steinfurt/Münster. – Frederik Dunschen (19) aus Münster ist der erfolgreichste von 18 deutschen Teilnehmern beim 69. Intel International Science and Engineering Fair (Intel ISEF) in Pittsburgh, Pennsylvania (USA). Beim weltweit größten internationalen Wissenschaftswettbewerb für Schülerinnen und Schüler belegte der Sieger im Fachbereich Technik des IHK-Regionalwettbewerbs „Jugend forscht Münsterland 2017“ in der Gesamtwertung den 13. Platz. Im Finale konkurrierte er mit 600 Forschern und Forscherteams.

Dunschen trat mit seinem „roflCopter“ in Pittsburgh an – einer selbst entwickelten Mini-Drohne, mit einem einzigen Rotor, der von zwei winzigen Propellern in Rotation versetzt wird. Dafür wurde der 19-Jährige im Fachgebiet Engineering Mechanics mit dem ersten Preis ausgezeichnet. Außerdem erhielt er den hoch dotierten Intel ISEF Best of Category Award und als Sonderpreis einen ersten Preis des American Institute of Aeronautics & Astronautics.

Auch die Jugend-forscht-Regionalsieger Biologie Jessica Kirchner (18) aus Greven und Jonas Boukamp (19) aus Salzbergen waren von der ISEF eingeladen worden. Sie kehrten mit dem zweiten Platz im Fachgebiet „Plant Sciences“ zurück. In ihrem Projekt gingen sie der Frage nach, ob die giftigen Alkaloide des Jakobskreuzkrauts über Bienen in unseren Honig gelangen können. Ihre jahrelange Forschung ergab eine Kartierung von Greven, die Hot Spots mit zu erwartender starker Belastung des dort hergestellten Honigs ausweist.

Veranstalter der Intel ISEF ist die Society for Science & the Public – eine gemeinnützige Organisation aus Washington D.C. Der Wettbewerb findet jedes Jahr im Mai in den USA statt, in diesem Jahr war Pittsburgh Austragungsort. Rund 1.800 Schüler aus 75 Ländern zeigten hier ihre Forschungsergebnisse und konnten Preise im Wert von fast vier Millionen US-Dollar gewinnen – zum Beispiel Forschungspraktika, Stipendien oder wissenschaftliche Exkursionen. Die Teilnehmer werden aus den Gewinnern verschiedener Forschungswettbewerbe ermittelt – wie zum Beispiel „Jugend forscht“. Für das Münsterland wird dieser Wettbewerb seit über 30 Jahren von der IHK Nord Westfalen durchgeführt.

IHK-Präsident Dr. Benedikt Hüffer freut sich über den Erfolg der drei Nachwuchsforscher. Schon allein die Teilnahme sei eine große Auszeichnung. Die Einladung sei aber auch eine Anerkennung für den IHK-Regionalwettbewerb „Jugend forscht“ im Münsterland, bei dem Projektbetreuer, Juroren und das Organisationsteam seit Jahren hervorragende Arbeit leisteten, findet Hüffer. 

Jonas Boukamp und Jessica Kirchner belegten in Pittsburgh dem zweiten Platz im Fachgebiet „Plant Sciences“. (Foto: Stiftung Jugend forscht e. V.)